Susanne Alt (Amsterdam, Niederlande)

Die JUPITER-Familie erhält ein neues Mitglied: unsere neue Endorserin Susanne Alt

Susanne Alt wurde 1978 in Würzburg, Deutschland, als Kind zweier Musiker/Musiklehrer geboren. Durch Jazzworkshops in Erlangen 1993-1995 kam sie während ihres klassischem Saxophon-Gaststudiums am Nürnberger Konservatorium zum Jazz.1996 zog sie deshalb in die Niederlande, um am Conservatorium van Hilversum/Amsterdam Jazzsaxophon zu studieren. 2000 folgte ein Jazzsaxophon- und Instrumentalpädagokikstudium an der UdK Berlin (Diplomarbeit: Unterricht mit Schülern in der Pubertät). Seit 2002 ist sie als freischaffende Saxophonistin und Komponistin tätig.
Stilistisch verfügt sie über eine große Bandbreite. Ihre Basis ist Jazz im weitesten Sinne; auch arbeitet sie live und im Studio europaweit mit House-DJ’s und –Producers und Songwriters zusammen.

Viel Lob in der internationalen Presse erntete die Formation um Saxophonistin Susanne Alt, das “Susanne Alt Quartett”, für ihr Debutalbum “Nocturne”. Es folgten Club-Auftritte in den Niederlanden, Deutschland, Portugal, Belgien und auf Festivals wie North Sea Jazz Den Haag, Bergen (NL), Leiden (NL) und Amberg (D). Das Quartett wurde mehrfach Preisträger und Finalist von Wettbewerben wie: Leipziger Jazznachwuchsfestival, Dutch Jazz Competition, Jazzpreise in Leiden und Breda (NL). Die Band bereitet gerade eine neue CD vor.

Links:
www.susannealt.com
www.myspace.com/susannealt

Hier eine Rezension ihrer ersten CD “Nocturne”:

Jazzpodium, Deutschland 03/2005 (Andreas Geyer)

Couragiert und schon sehr souverän geht die Alt- und Sopransaxophonistin Susanne Alt ihr Debütalbum an. Die in Würzburg geborene und jetzt in Holland lebende junge Dame zeigt sich mit ihrem Quartett, zu dem der Pianist Thijs Cuppen, der Schlagzeuger Klaas van Donkersgoed und der Bassist Sven Schuster gehören, eine erstaunliche Stilbreite und Ausdrucksvielfalt. Selbstbewusst hat sie gleich sechs der neun Kompositionen selbst geschrieben, die restlichen drei stammen von den Bandkollegen Cuppen und Donkersgoed. Susanne Alt verfügt auf dem Alt- und Sopransaxophon über einen sehr schmiegsamen, weichen, melodischen Ton, der auch in hohen Lagen nie schrill klingt. Stilistisch bewegt sie sich zwischen Neobop wie etwa beim Opener “Desire”, balladesken Stücken, so “Paludianity”, und modernem Jazz. Dabei wechseln sich kurze chiffreartige Phrasen mit langangelegten Linien, impulsive, quirlige Tonsequenzen mit lyrischen. Bei “Verao” stößt Susanne Alt kurzfristig in die Sphären freien Spiels; dramaturgisch geschickt holt sie der Schlagzeuger Donkersgoed wieder auf den Boden rhythmischer Strukturen zurück. Besonders beeindruckend das abschließende “Nocturne”, bei dem Susanne Alt, nur vom Piano unterstützt, eine bemerkenswerte Ausdruckstiefe und viel Sinn für die Schönheit einer Melodie zeigt. Insgesamt ein gelungenes, für den Hörer kurzweiliges und abwechslungsreiches Album. Auf die weitere musikalische Entwicklung von Susanne Alt darf man sehr gespannt sein.


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